Interview mit dem Navi-CS:GO-Profi s1mple

Insights15 Minuten Lesezeit

Oleksandr Kostyliev aus Kyiv, besser bekannt unter dem Namen s1mple, trat NAVI 2016 bei. Über die Jahre konnte sich s1mple als einer der weltbesten Counter-Strike-Spieler einen Namen machen und NAVI in unzähligen Events und Turnieren auf der ganzen Welt zu Ruhm und Ehre verhelfen.

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Hallo zusammen und willkommen bei unserem Kanal. Unser heutiger Interview-Gast ist s1mple. Wir haben uns zu einem Gespräch getroffen, sodass wir ihn etwas besser kennenlernen können. Los geht‘s!

Raid Shadow Legends On PC

Ok, fangen wir an.

Sasha, wie hast du mit dem Spielen von Videospielen angefangen?

Hmm ...

Das ist schon so lange her, dass du dich gar nicht mehr erinnern kannst, stimmt‘s?

Ja. Alles fing damit an, dass mir mein Bruder Alexey CS zeigte – damals war ich vier Jahre alt. Ich kann mich aber nicht mehr genau erinnern, auf welcher Karte ich spielte. Ich habe auch auf einer Konsole gespielt, vor allem das alte Mortal Kombat. Und FIFA, sehr viel FIFA. Das wär‘s.

Gab es in deiner Kindheit einen Moment, als du gemerkt hast, dass das Gaming deine Karriere werden könnte? Oder dass du davon leben könntest?

Nein, daran habe ich nie gedacht. Ich habe erst mit 12 oder 13, als ich angefangen habe, in 2v2-Turnieren in CS 1.6 zu spielen, zum ersten Mal überlegt, ob ich vielleicht ein professioneller Spieler werden sollte.

Du hast also mit 12 vom Spielen als Hobby zum professionellen eSports gewechselt, stimmt das? Wie du gerade erwähnt hast, hast du da bereits in Turnieren gespielt.

Ich habe zum professionellen Gaming gewechselt, als ich 13 oder 14 war, um genau zu sein.

Gab es Probleme oder Herausforderungen, denen du dich bei deinem Wechsel stellen musstest oder verlief alles problemlos?

Naja, da gab es eine Sache: Ich musste immer meine Hausaufgaben machen, andernfalls würden mir meine Eltern meine Tastatur oder meine Maus oder mein Bildschirmkabel wegnehmen. Ich habe mich sehr bemüht, gut in der Schule zu sein.

Unerwartete Hindernisse. Das sind eher externe Hürden als Hindernisse, die aus dem Spiel selbst resultieren, nicht wahr?

Ja.

Okay. Was war das schwierigste Spiel deines Lebens? Kannst du dich an ein Spiel erinnern, das dir als besonders hart in Erinnerung geblieben ist?

Ein Spiel, das wir gewonnen haben?

Nicht unbedingt. Vielleicht auch eines, das ihr verloren habt. Einfach ein Spiel, von dem du viel gelernt hast, das bei dir einen Eindruck hinterlassen hat.

Naja, da war dieses eine intensive Spiel an der ESL in Köln 2018, als wir im Halbfinale gegen Astralis gespielt haben. Wir waren auf der dritten Karte, Inferno, und ich kann mich erinnern, dass wir alle sehr intensiv gespielt haben. Wir haben innerhalb des Teams Rollen gewechselt, haben alles getan, um eine Runde zu gewinnen. Astralis führte und entschied sich, zu ködern. Schließlich haben wir aber das Halbfinale gewonnen und haben dann—

BIG geschlagen?

Ja.

Verstehe. Wen magst du in deinem Team am liebsten? Das muss nicht unbedingt in deinem offiziellen Team sein, aber einfach der beste Spieler, mit dem du jemals gespielt hast. Und wer ist der beste Spieler, gegen den du jemals gespielt hast?

Der beste Einzelspieler und Spieler im Team ist für mich Electronic [Denis „electronic“ Sharipov]. Davor war es Hiko [Spencer „Hiko“ Martin], als ich bei Liquid war. Und mein härtester Gegner war ZywOo [Mathieu „ZywOo“ Herbaut].

Und vor ZywOo? Er ist ja eine Art Newcomer auf der professionellen Bühne.

Vor ZywOo ... Ich würde sagen dev1ce [Nicolai „dev1ce“ Reedtz], weil wir gegen ihn immer verloren haben, als er bei Astralis spielte. Und coldzera [Marcelo „coldzera“ David]. Es war sehr hart gegen coldzeras Team zu spielen – die haben 2016 und 2017 ein Spiel nach dem anderen gewonnen.

Okay. Es ist allgemein bekannt, dass Athleten Rituale haben, denen sie vor einem Spiel nachgehen. Wie ist das im eSports? Hast du irgendwelche Gewohnheiten oder Rituale, die du begehst?

Ich trinke Kaffee. Jeden Tag und ich versuche während Spielen oder LAN-Turnieren eine Tasse Kaffee zu trinken.

Ist das für den Energiekick oder ...?

Einfach leckeren Kaffee. Ich denke, es gibt mir schon irgendwie Energie. Ich kann mich nicht erinnern, wie lange ich das bereits mache. Nicht sehr lange. Aber ich bin einfach ein Kaffee-Liebhaber.

Wie sieht dein Trainingsplan aus? Kannst du uns den im Detail beschreiben? Schaltest du einfach CS:GO an und spielst den ganzen Tag?

Ja, ich schalte CS:GO an, wenn ich mich aufwärmen möchte. Normalerweise dauert meine Aufwärmphase für etwa 30 Minuten. Dann spielen wir zusammen als Team für etwa acht Stunden. Danach spiele ich in meiner Freizeit FPL [FACEIT Pro League].

Bereitest du dich mental auf professionelle Spiele vor?

Als Team bereiten wir uns mental auf ein Spiel vor, indem wir ein Gruppengespräch führen. Wir sprechen für etwa eine Stunde. Persönlich höre ich vor einem Spiel einfach etwas Musik.

Viele eSports-Profis verbringen viel Zeit mit Ernährung und körperlicher Fitness. Gehören diese Dinge auch zu deinem Trainingsplan?

Meine Ernährung ist perfekt.

Meinst du das ernst oder bist du jetzt sarkastisch?

Nein, das meine ich ernst. Ich habe einen gut durchgeplanten Ernährungsplan und esse nicht zu viel. Ich esse die Hälfte von dem, was ich normalerweise bestelle. Bei der körperlichen Fitness hapert es bei mir allerdings etwas.

Aber du möchtest daran arbeiten?

Langfristig gesehen, ja.

Wenn es klappt. CS:GO ist in vielerlei Hinsicht auch ein PC Strategiespiel. Machst du dir darüber auch Gedanken oder ist das eher der Bereich eures Coaches Andrey?

Ich fokussiere mich eher auf AWPer – es gibt ein paar, denen ich viel Aufmerksamkeit schenke. Ich beobachte, wie sie sich bewegen, ihrem Team helfen, welche Kombinationen sie mit ihren Teamkollegen auf der Karte einnehmen. Und bei einem guten Spiel, sehe ich mir das an und analysiere, ob sie etwas Neues gemacht haben. Die ganze taktische Vorbereitungsarbeit macht Andrey – wir besprechen das alles eine Stunde lang mit ihm vor einem Spiel.

Und was gefällt dir an deinem Job, am professionellen eSports, am besten? Und was würdest du ändern?

Zuvor hätte ich gesagt, dass es weniger Turniere und Flüge geben sollte, aber jetzt ist es umgekehrt. Jetzt möchte ich in ein neues Land fliegen und ein Turnier mit Fans spielen. Was mir am eSports nicht gefällt, ist, dass man keine Zeit hat. Weil man ständig spielt—

Keine Zeit für ein Privatleben?

Genau. Ich habe alle zwei Monate fünf Tage frei. Allgemein habe ich einen freien Tag pro Woche, der ist aber nicht unbedingt am Wochenende.

Welche persönlichen und beruflichen Ziele hast du dir für dieses Jahr gesteckt? Hast du dir am Anfang des Jahres irgendetwas vorgenommen?

Unser Ziel ist immer noch dasselbe: Das beste Team zu werden und Turniere zu gewinnen. Das sind alle meine Pläne.

Und wie sieht es mit persönlichen Plänen aus? Boombl4 möchte zum Beispiel auf den Malediven Urlaub machen.

Naja, Urlaub ist eine gute Sache, aber das muss etwas warten. Nein, ich habe keine solchen Pläne.

Hast du dir jemals Gedanken über deine Zukunft nach deinem Rücktritt vom eSports gemacht? Die Zeit, wenn du deine Karriere als professioneller Spieler an den Nagel hängst?

Ich weiß nicht. Vielleicht versuche ich mich als Coach. Oder vielleicht arbeite ich einfach im eSports. Ich weiß nicht.

Als Kommentator?

Nein, danke. Lieber nicht.

Warum?

Vielleicht würde ich zuerst Englisch lernen und dann einen Job in einem Studio annehmen.

Das wird besser bezahlt, habe ich gehört. Welche Aspekte deines Gaming-Stils möchtest du verbessern?

Ich weiß nicht, vielleicht ... einfach mit vollem Einsatz Runden gewinnen, ohne Fehler zu machen. Es gibt in Spielen stressige Momente, in denen man weiß, dass man etwas nicht auf eine bestimmte Art und Weise machen sollte, aber man tut es trotzdem. Diese, wie soll ich sagen, stressigen Momente oder so.

Meinst du, schwache oder emotionale Momente?

Es sind einfach diese Momente in Spielen, in denen man sich komplett auf die Runde konzentriert. Und wenn dich dann niemand daran erinnert, dass du eine bestimmte Situation auf eine bestimmte Art spielen musst, machst du eine falsche Bewegung. Ich versuche ständig, mich darin zu verbessern.

Wie wichtig ist die Chemie im Team, wenn es ums Gewinnen geht? Müssen sich alle in einem Team gut verstehen und miteinander befreundet sein, um erfolgreich zu sein?

Allgemein ja. Teamkollegen sollten Zeit miteinander verbringen, wenn sie das tun können. So kann man besser als Team spielen: man lernt seine Teamkollegen besser kennen und man kann sich auch ohne Worte verstehen.

Und wie funktioniert das speziell in deinem Team? Vor Kurzem ist Valeriy [„B1T“ Vakhovskyi] zu eurem Team dazugekommen, zum Beispiel. Wie bringt ihr ihm alles bei und wie baut ihr eine Chemie mit jemand Neuem auf?

Naja, normalerweise weisen wir Valeriy auf seine Fehler hin. Er stellt uns viele Fragen und wir versuchen, alle zu beantworten. Auch wenn wir schon einige Karten mit Valeriy gespielt haben, haben wir uns noch nie zusammen auf TeamSpeak getroffen und miteinander geredet. Entweder spricht er nur mit Andrey – der ihm mit den zwei Karten geholfen hat – oder er kommt zu unserem TeamSpeak-Kanal hinzu und hört unseren Diskussionen zu.

Oder manchmal nimmt er auch als Zuschauer an anderen Karten teil, bei denen er nicht spielt. So kann er unsere Rollen und wie er spielen soll besser verstehen. Allgemein verbringen wir jedoch einfach Zeit mit ihm, wir trinken zum Beispiel einen Kaffee zusammen oder fragen ihn, was es Neues gibt. Er ist ein kompletter Newcomer in der eSports-Welt – genau wie ich, als ich 16 war. Und er ist jetzt 18, glaube ich.

Immer noch unschuldig wie ein Neugeborener, richtig?

Es ist nicht üblich, Leute wie ihn zu finden—

Absolut.

Weil ich letzten Endes—

Aber hat er euren Teamgeist auf irgendeine Art wiederbelebt?

Ja. Er ist ein guter Spieler. Er kann ausgezeichnet schießen, muss aber sein Verständnis des Spiels allgemein noch verbessern, wie wir alle auch.

Was war das Schwierigste, dem du in deiner Karriere, in deinem Beruf begegnet bist? Was ist das Schwierigste für einen Spieler?

Ich weiß nicht. Vielleicht wenn man verschiedene Turniere nacheinander spielen muss und ständig verliert.

Wenn man sich nur noch verschlechtert?

Genau. Und dass man keine Zeit hat, wenn man ständig trainieren muss. Wenn man trainiert und ständig gewinnt, ist das eine Sache. Aber wenn man trainiert und verliert, dann versucht herauszufinden, warum man verloren hat, dann wieder verliert, dann wieder versucht herauszufinden, warum – das ist hart. Einige Leute verlieren da den Glauben an sich selbst und denken, dass alles sinnlos ist. Das kommt in unserem Team selten vor, aber es ist definitiv das Schwierigste.

Verstehe. Wenn du nicht professioneller Spieler geworden wärst, welche Karriere hättest du eingeschlagen?

Ich wäre gerne Fußballspieler geworden. Ich habe früher Fußball gespielt, musste mich dann aber zwischen CS und Fußball entscheiden und das war es dann.

Du hast die richtige Entscheidung getroffen!

Ich hoffe es.

Spielst du auch als Einzelspieler? Zum Beispiel mit deiner Konsole?

Ich spiele mit meinen Freunden auf meiner Konsole Basketball, Fußball und UFC. Ich spiele selten als Einzelspieler, aber manchmal spiele ich an meinen freien Tagen Valorant. Ich habe DOTA schon lange nicht mehr geöffnet – ich bin es leid, immer zu verlieren. Bei DOTA bin ich ein Creep.

Ein Creep? Ich denke, wir schneiden diesen Teil besser raus.

Bei FIFA spiele ich am besten. Also ja, nach CS. Ich spiele schon seit 12 oder 13 Jahren FIFA.

Wie würdest du deinen Spielstil beschreiben und warum spielst du so? Das kann man nicht beschreiben.

Es ist eine schwierige Frage, das stimmt.

Dein Stil könnte zum Beispiel als aggressiv, passiv oder rücksichtslos beschrieben werden.

Ich würde sagen, dass ich bei einer Attacke mit einem AWP normalerweise nach offenen Fähigkeiten bei Respawnpunkten oder während bestimmter Runden Ausschau halte. Wenn wir zum Beispiel auf der Dust-Karte spielen, besetze ich schnell Positionen in mittleren oder langen Bereichen, um für mein Team Vorteile herauszuholen. Wenn ich als CT [Counter-Terrorist] spiele, hängt alles von den Kombinationen ab. Wenn wir eine Runde im 4A-Setup spielen, dann weiß ich, dass ich in meiner Rolle Risiken eingehen kann.

Aber in anderen Runden muss ich einfach ein paar Granaten werfen und die langen Bereiche besetzen und dann wird mein Stil automatisch passiv. Aber es kommt immer auf die Situation an: Bei einer Attacke, bei der nicht nach offenen Fähigkeiten gesucht wird, sollte ein AWPer nie den ersten Schritt machen. Er sollte seinen Teamkollegen den Vortritt lassen, sodass sie Feinde in der Nähe töten können. Und dann, wenn das Feld wieder klar ist, kann ein AWPer eine Position einnehmen, von der er zwei oder drei Gegner bei der Wiederbesetzung töten kann. Ich weiß nicht so recht, wie ich diesen Stil nenne würde, aber ...

Bis jetzt ist für mich alles klar. Ich glaube, dass alle, die etwas vom Thema verstehen, wissen, was du meinst.

Es gibt Momente, in denen man ein Risiko eingehen muss und den richtigen Moment treffen muss, wenn man— Ich weiß nicht, es ist schwierig zu erklären. Man muss schnell eine Entscheidung treffen und dann läuft alles, wie es sollte und in nur ein paar Sekunden kann man einen Gegner töten und eine andere Position einnehmen, die dein Gegner nicht erwartet. Aber das ist etwas Anderes—

Ist das eine Art Intuition?

Ich glaube, es hat mit dem Verständnis des Spiels zu tun. Man weiß sofort, wo die Feinde sind. Wenn man zum Beispiel zur A-Seite geht, dann weiß man bereits, dass ein Gegner bei der Rampe ist, ein anderer AWPer den langen Bereich im Visier hat und ein anderer Gegner im langen Bereich ist und die Box beobachtet.

Man kennt alle drei Positionen. Man weiß, wann der Gegner sich bewegt. Man weiß, dass er eine Granate werfen könnte. Man muss bereit sein, den Granaten auszuweichen. Das wär‘s.

Alles klar. Man muss einfach gut spielen.

Aber was meinen Stil angeht, ich weiß nicht, ich denke man könnte ihn vielleicht als aggressiv bezeichnen.

Hat sich deine Rolle mit den Jahren im Laufe deiner Karriere verändert? Und wenn ja, wie?

Ja, ich hatte viele Rollen.

Wie hast du dich an die jeweilige Rolle angepasst? Und warum haben sie sich verändert? Warst du selbst der Auslöser oder deine Captains oder Teamkollegen?

Bei den HellRaisers wurde ich sofort ein AWPer, weil Marik [Yehor „markeloff“ Markelov] kein AWPer sein wollte. Beim Team Liquid ... Ich kann mich nicht mehr genau erinnern ... Wenn ich mich nicht irre, war ich zuerst ein AWPer und adreN⁠ [Eric „adreN“ Hoag] war unser Coach. Aber dann wurde die Zusammenarbeit mit ihm als Coach beendet und wir mussten einen neuen Spieler finden - was uns aber nicht gelang. Also kam adreN⁠ als normaler Spieler zu uns ins Team und ich war damals auch ein AWPer. Dann verließ adreN – der amerikanische adreN – das Team und koosta [Kenneth „koosta“ Suen] kam hinzu. Ich erinnere mich, dass koosta als Haupt-CT-AWPer gespielt hat und ich war der AWPer, der hauptsächlich für die Attacken zuständig war.

Aber wenn wir als CT gespielt haben, konnten wir drei AWPer haben, also spielte ich mit Hiko. Damals übernahm ich bei Attacken die Rolle des passiven Teilnehmers ... Oder war es umgekehrt, als CT ... Auf jeden Fall hatte ich viele verschiedene Rollen. Was ist danach passiert? Als Zeus von CS zurückgetreten ist, Ladik [Ladislav „Guardian“ Kovács] kam zum Team hinzu, glaube ich. Oder vielleicht war es auch, als Vanya [Ioann „Edward“ Sukhariev] zurücktrat

Was ist danach passiert? Als Zeus von CS zurückgetreten ist, Ladik [Ladislav „Guardian“ Kovács] kam zum Team hinzu, glaube ich. Oder vielleicht war es auch, als Vanya [Ioann „Edward“ Sukhariev] zurücktrat und dann kam Ladik hinzu und wurde ein AWPer. Dann wurde ich wieder zum Haupt-AWPer.

Aber vorher war meine Rolle die eines passiven Teilnehmers. Ich musste zu bestimmten Zeiten bestimmte Punkte besetzen und nach gegnerischen Bewegungen Ausschau halten. Ich war sozusagen im Hintergrund, der mit dem Gewehr.

Welche Teams stellen für dich dieses Jahr eine große Herausforderung dar?

Dieses Jahr glaube ich ... Ich möchte wieder gegen Gambit Spiele spielen, weil ich mich beim letzten Spiel gegen sie nicht wohl fühlte. Sie haben uns bereits zweimal geschlagen, in Katowice. Gambit ist eine der großen Herausforderungen. Außerdem sind sie momentan Nummer 1 auf der Rangliste.

Wer sonst noch? Deine Teamkollegen haben zum Beispiel Astralis erwähnt.

Naja, Astralis ... nach der heutigen Bekanntgabe ... Ich wusste das nicht einmal. Als wir zum ersten Mal ein Trainingsspiel gegen sie gespielt haben, war dev1ce nicht dort. Ich dachte, das sei einfach, weil er nicht auf dieser Karte spielen würde, aber wie es sich jetzt herausstellte, hat er das Team verlassen. Ich glaube nicht, dass Astralis jetzt stärker sein wird als damals, obwohl das vor einem Monat war.

Wie sieht es mit Vitality aus? Ich glaube, [dein Teamkollege] BoombI4 hat sie auch erwähnt.

Klar, Vitality ist auch eine Herausforderung, aber sie müssen mehr trainieren, weil sie neue Spieler im Team haben. Seit RpK [Cédric Guipouy] in den Ruhestand getreten ist, war es schwierig für sie.

Absolut.

Wenn sie aber genug trainieren und gut im Team harmonieren, dann wird es schwierig sein, gegen sie zu spielen. Lass mich überlegen, wen es sonst noch gibt. Virtus.pro vielleicht, die könnte man noch der Liste hinzufügen. Wir haben sie einmal geschlagen, aber sie haben sehr gut gespielt.

Dieses Jahr ist es die Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS), richtig?

Dann gibt es noch den FaZe Clan. Ich glaube, sie werden sich verbessern und gute Ergebnisse liefern. Sie haben starke Mitglieder im Team.

Überlegt ihr euch vor offiziellen Spielen Strategien gegen bestimmte Teams?

Wenn ich den Fortschritt von gegnerischen Teams nicht verfolgt habe, oder wenn sie vor unserem Spiel gegen sie nur ein paar Karten gespielt haben, frage ich einfach Andrey, was wir machen müssen.

Wenn sie aber fünf oder zehn Karten vor unserem Spiel gespielt haben, studiere ich ihr Spiel und beobachte, welche Taktiken sie anwenden und wie ihre AWPer spielen. Aber normalerweise ist es Andrey, der uns alles sagt, und unser Analytiker, der sich die Spiele der anderen Teams anschaut und uns sagt, wo ihre Schwächen sind.

Wir hoffen, das Interview hat Ihnen gut gefallen! Verpassen Sie exklusive Inhalte und die interessantesten Treffen in unserem Blog nicht!

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