5. Woche – Berichte von Stormfalls Frontlinien

Tag 26:

Heute Abend habe ich frei – eine gute Gelegenheit, mich an meinen neuen Körper zu gewöhnen. Ich schlich mich lautlos auf der Suche nach meinem ehemaligen Lord hinaus, um ihm zu berichten, dass sich ein Verräter in seinen Reihen befindet. Ich konnte ihn nicht entdecken, doch sah einige meiner alten Zwergenfreunde. Doch sie sahen mich nicht: Ich befand mich die ganze Zeit über in den Schatten. Ich konnte nicht riskieren, mich zu zeigen, mir ist bewusst, dass dies den Schatten-Ältesten nicht gefallen würde… Und wer sagt überhaupt, dass meine Freunde mir glauben würden? Sie sahen zufrieden aus, das ist gut. Es ist gut zu wissen, dass sie gesund sind. Ich bemerke immer mehr Einzelheiten… Zum Beispiel kann ich umgehend die Anzahl der Männer bestimmen, die sich in einem Raum oder auf einem Feld befinden. In der Sekunde, in der ich sie ansehe, weiß ich, wie viele es sind. Vielleicht werden wir aus diesem Grund als Spione eingesetzt – wir besitzen kein Notizbuch und nichts, wir schauen einfach und das war's. Außerdem fällt mir auf, wie schnell ich außerhalb der Säle von Everdeep bin. Meine Beine sind leicht wie die Luft und ich mache nicht ein einziges Geräusch.

Man fühlt sich auf diese Weise unbeschreiblich machtvoll. Ich konnte auch mein Tagebuch finden; ich musste es aus der Truhe im Zimmer meines alten Kumpels Grandar stehlen… sieht aus, als ob er es als Erinnerung an mich aufbewahrte. Ich hoffe, er macht sich keine Sorgen, wenn er bemerkt, dass es fehlt! Ich habe ihm eine Nachricht an der Wand hinterlassen. Hoffentlich gerät er nicht in Panik und glaubt, dass er in der Nacht von einem Geist besucht wurde. Im Nachhinein denke ich, hätte ich es ihm besser kurz erklären sollen. „Ich war's“ an die Wand zu schreiben ist für ihn sicher nicht sehr hilfreich. Auch war es wohl keine gute Idee, es in meinem eigenen Blut zu schreiben, aber ich hatte gerade keine Feder zur Hand… Das Leben geht weiter, er wird’s schon begreifen.

Tag 27:

Hier sind wir also. Zurück zu meinem Tagebuch – das ist wirklich viel praktischer, als mit Kreide an die Wände meines Zimmers zu schreiben. Nun kann ich alles genau so niederschreiben, wie es geschieht. Nach meiner Reinkarnation hatte ich also eine interessante Woche… Diese Schatten-Nummer ist viel besser, als ich erwartet hatte, ich habe langsam wirklich Spaß daran. Heute habe ich meine beschwerten Stiefel erhalten. Sie sind mir noch etwas zu schwer, aber mir wurde gesagt, dass ich 30 Mal schneller sein werde als alle anderen Einheiten, wenn ich sie bei Missionen ausziehe. Es könnte wirklich nicht mehr von meiner Existenz als Zwerg unterscheiden. Zwei vollkommen andere Seiten des Spektrums – ich glaube, mein ehemaliger Bart wog mehr als heute mein gesamter Körper! Heute habe ich zum ersten Mal seit Wochen etwas gegessen. Diese Hungerkur gefällt mir nicht besonders, aber es hilft einem dabei, weniger zu wiegen. Ich frage mich, ob ich das hungrige Hirn oder den Magen meines Zwergendaseins behalten habe. Wahrscheinlich lässt sich das nicht so einfach herausfinden. Ich werde mal rumfragen.

Tag 28:

Ab morgen arbeite ich im Auftrag eines Lords. Er ist anscheinend neu, daher bekommt er mich zugeordnet, einen Schatten mit niedrigem Level. Ich wurde mit einer Truppe junger Späher losgeschickt, um für den Lord zu arbeiten… vorübergehend. Ich bin gespannt, zu sehen, wie sein Schloss so ist. Mir ist zu Ohren gekommen, dass die Lage ausgezeichnet ist, doch die Tatsache, dass er ein unerfahrener Lord ist, birgt viele Risiken, wie man sich vorstellen kann! Man weiß wirklich nie, was passieren wird. Hoffentlich hat er ein bisschen Grips. Wir werden sehen… morgen ist der große Tag!

Tag 29:

Erster Tag an meinem neuen Schloss bei Lord F. Dieser Schloss ist ein totales Chaos… selbst Lord P. hatte zwar nicht alle Schrauben in der Kiste, aber wenigstens war sein Schloss ordentlich und sauber… und wenigstens hatte er daran gedacht, einen Unterschlupf für alle Einheiten zu bauen… Im Ernst, hier ist es ekelhaft – überall Schmutz, vor den Mauern verwesende Leichen, selbst die Gebäude sind die kleinsten, die ich jemals gesehen habe! Ich habe den ganzen Tag über vielleicht drei Arbeiter aus der Scheune kommen sehen, er kann auf keinen Fall genug Ressourcen produzieren, um auch nur eine Armee von 200 Männern zu unterhalten! Ich weiß wirklich nicht, was er plant, aber auf diese Weise wird er niemals Darkshine erobern. Aber vielleicht ist er ja auch einfach froh, zu existieren, ohne irgendwas anzustellen? Ich werde wohl eine Weile hier sein; auf den Dokumenten von der Schattengilde steht nichts dazu, wann ich zurückkehren soll. Sieht aus, als darf ich heute Nacht unter einem Baum schlafen… welch Glück ich mal wieder habe!

Tag 30:

Mein zweiter Tag hier… immer noch ein Chaos! Habe die Nacht im sintflutartigsten Regen, den man sich vorstellen kann, unter einem Baum verbracht. Ich bin überrascht, dass mein Tagebuch sich noch nicht auflöst. Ich habe es zum Trocknen in die Nähe des Feuers gelegt, doch als ich aufwachte, war es vollkommen durchweicht! Ich dachte, ich hätte es verloren, doch die Götter haben wohl beschlossen, dass ich es behalten kann! Zum Glück… ich wüsste nicht, was ich sonst tun sollte. Ich bin hier auf mich allein gestellt und als Schatten kann ich auch nicht einfach mit jemandem plaudern, um neue Freunde zu finden!

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