Interview mit Käpt‘n James Reid

Feuer auf den Sieben Weltmeeren? Dann ist es Zeit, FireHouse zu rufen! Heute ist ein besonderer Käpt’n an Bord von Annes Schiff. Piraten und Piratinnen, lasst mich euch Käpt’n James Reid vorstellen – ein erfahrener Seemann, hinterlistiger Pirat, diplomatischer Experte und wahrer Gentleman. Er ist gleich geschickt im Schließen von Allianzen, Planen von Kriegen und Vernichten seiner Feinde! Viel Spaß! 

James Reid

Käpt‘n „Bonnie“ Anne O’Malley (A.B.): Nicht so schüchtern, Käpt’n! Erzähle uns was über dich!

James Reid (J.R.): Ich bin seit über 15 Jahren mit meiner besten Freundin und fantastischen Braut verheiratet und wir haben fünf Kinder. Ich arbeite seit über 20 Jahren als Feuerwehrmann und bin Käpt’n einer Feuerwehr in Texas.

A.B.: Wo hast du von Pirates: Tides of Fortune erfahren? 

J.R.: Während ich mich von einem Arbeitsunfall erholte, entdeckte ich Pirates eines Tages beim Durchstöbern meiner Posts. Ich habe schon immer gern Strategie- und Kriegsspiele gespielt, und dieses Spiel schien genau nach meinem Geschmack. In den Online-Schachspielen hingen nur komische Typen rum und es gab keine besondere Herausforderung. Daher wurde ich während meiner Krankheit süchtig nach diesem Spiel.

A.B.: Mein mutiger Pirat aus Texas, warst du schon immer Mitglied von FireHouse? Falls nicht: Erinnerst du dich an deine erste Bruderschaft?

J. R.: Ich gründete FireHouse, nachdem ich einige Monate lang einer anderen Bruderschaft angehörte. Eigentlich sollte ich eine „Tochter“-Bruderschaft gründen, doch das lief nicht wie geplant. Stattdessen gründete ich mit zwei anderen Spielern (die noch immer dabei sind) FireHouse und unsere Mitgliederzahl stieg stetig an. Über die folgenden Monate wuchs unsere Bruderschaft auf 75 Spieler an. Davon sind heute noch 52 Spieler dabei. Sie sind ein grundlegender Faktor für unseren Erfolg.

Bruderschaft mit einzigartiges Logo

A.B.: Vor einigen Wochen verdiente eure Bruderschaft ein einzigartiges Logo. Kannst du mir mehr darüber erzählen? Welcher Medaille war am schwersten zu verdienen?

J.R.: Die begehrte Individuelle Flagge… zuerst möchte ich mich bei Leo Yampolski, Gabriel Rouchon, Henry Maisey, Ana Balint, Carlo Magno, Simon Pasturi, Mauri Peippo und den vielen anderen bedanken, die mich ermutigt oder vernichtet haben, damit ich stärker werden konnte. Wir wollten diese Individuelle Flagge verdienen, während wir eine Top-Rankingposition einnehmen. Dafür war es wichtig, dass wir unsere Defensive und Offensive stärken und gleichzeitig unser Territorium verteidigen. Schließlich gelang uns die letzte Verringerung für die Goldmedaille an einem Level 5 Presidio.

Die schwierigste Medaille war die Gefürchtete Flotte-Medaille (Missionsziel). Es wurde jede Woche schwerer, drei Kapitäne auf einem Platz in den Top 10 zu platzieren, da jede Mission eine höhere Punktzahl erforderte. Ich erinnere mich daran, vor einem Jahr einen Platz in den Top 10 mit 1/3 der Ressourcen erhalten zu haben, als nun erforderlich ist. Es ist irre, wie viele Einheiten wir vernichten mussten, um diese Medaille zu verdienen.

A.B.: Welche Adjektive beschreiben eure Bruderschaft am besten: Defensiv oder Offensiv? Aggressiv oder Diplomatisch?

J.R.: Man sollte sich nicht nur auf eine dieser Methoden konzentrieren. Das Spiel erfordert strategisches und diplomatisches Geschick. Außerdem muss man über gute Intuition verfügen, um zu wissen, wann man Offensive verwenden und wann man sich auf Defensive verlassen sollte.

Eine aggressive Bruderschaft tötet vielleicht eine große Anzahl von Einheiten und schafft damit für unorganisierte Teams riesige Probleme… und eine defensive Bruderschaft entspannt sich einfach, pennt ein und verliert auf lange Sicht all ihre Mitglieder vor lauter Langeweile. Ein Team, dass sich auf Diplomatie verlässt und genug Offensiv- und Defensiveinheiten hat, wird bestehen.

Übliche Piratenroutine

A.B.: Wie sieht deine übliche Piratenroutine aus?

J. R.: Zuerst sammle ich Ressourcen zum Bau von Einheiten, dann arbeitet ich an unserem Teamziel für die jeweilige Woche. Als Anführer möchte ich meine Einheiten in Schlachten oder auf ein Ziel hinaus senden. Ich habe erlebt, das viele Anführer sich hinterrücks davonstehlen und ihre Mitglieder Gefahren aussetzen, um sich selbst zu schützen. Solch ein Führungsstil widert mich an, und ich tue alles, was ich kann, um solche Typen zu vernichten, ohne ihren Spielern zu sehr zu schaden.

A.B.: Hast du deine Bruderschaftsmitglieder schon im wahren Leben getroffen? Falls ja, magst du mir mehr darüber erzählen?

J.R.: Ich habe noch niemanden getroffen. Wir stehen uns jedoch im Spiel sehr nahe (so nahe, wie das über Facebook möglich ist). Wir wissen viel über einander und versuchen, so familienorientiert wie möglich zu sein.

A.B.: Wer ist derzeit eurer größter Gegner?

J.R.: Niemand.

A.B.: Aye, ich erinnere mich daran, dass du Diplomatie großschreibst. Vielleicht magst du uns einige Tipps geben, wie man eine erfolgreiche Bruderschaft aufbaut und verwaltet?

J.R.: Wie ich bereits erwähnte respektiere ich meine Spieler stets und verlange auch von allen Spielern, dass sie einander Respekt erweisen. Wenn ein Spieler gegen diese Regel verstößt, ist im FireHouse kein Platz für ihn. Ich biete Spielern die Chance, einen solchen Fehler wieder gut zu machen, doch wenn sich jemand gegenüber anderen Spielern oder einem Alliierten respektlos verhält, zögere ich nicht, ihn rauszuwerfen. Ich glaube daran, dass jeder etwas wert ist, egal ob Freund oder Feind. Ich gebe alles, was ich kann, um jedem im Spiel weiter zu helfen.

Das Motto unseres Teams lautet, die Freunde des FireHouse zu schützen und zu unterstützen. Wenn du ein Alliierter bist, verhalte ich mich ehrenvoll und respektiere dein Territorium. Ich verhelfe dir, wo immer ich kann, zum Erfolg. Ich hoffe, dass meine Alliierten sehen, dass ich loyal bin und meine Versprechen halte. Ich habe sehr viele Freunde in diesem Spiel und sie alle wissen, dass ich versuche, zu helfen, wo immer ich kann. Ich erfülle ihre Wünsche und erwarte nichts im Gegenzug.

Ich möchte an dieser Stelle meinen besonderen Freund Gabriel Rouchon erwähnen, den Anführer von Swift Death, den ich als wahren Bruder ansehe und bewundere. Ich bin sehr froh, Gabe und Leo zu meinen Freunden zu zählen. Ich glaube, dass der Schlüssel zum Erfolg im Spiel darin besteht, anderen zu helfen und sich freundschaftlich zu verhalten, wenn möglich.

Das wichtigste zur Erstellung eines erfolgreichen Teams ist es jedoch, sich mit Spielern zu umgeben die an deine Führung glauben und alles fürs Team geben – nicht, weil sie sich verpflichtet fühlen, sondern weil sie es wollen. Ich habe das große Glück, viele Spieler zu kennen, die ebenso denken.

A.B.: Deine Bruderschaft hat einen sehr originellen Namen. Was steckt dahinter?

J.R.: Wie ich erwähnte bin ich seit 1994 bei der Feuerwehr tätig. Ich glaube an die grundlegenden Werte der Feuerwehr und habe diese auch in das Spiel integriert. Daher war es für mich selbstverständlich, dass mein Bruderschaftsname ebenfalls auf die Feuerwehr verweist. Da wir während des Dienstes die meiste Zeit in der Feuerwache (Amerikanisch: „fire house“) verbringen und dort zusammenleben, fühle ich mich geehrt, diesen Namen auch für meine Piratenbrüder und -schwestern zu verwenden.

A.B.: 1994 ...ein grandioses Jahr. Ich habe es in Port Royal mit Rum trinken und dem Schmieden einer besseren Zukunft auf den Sieben Weltmeeren verbracht. James, hast du Tipps für andere Bruderschaftsanführer, die für gute Stimmung unter ihren Bruderschaftsmitgliedern sorgen wollen?

J.R.: Man muss einen Plan haben und das Spiel respektieren. Wir lassen nicht zu, dass jemand angegriffen wird, ohne dass das gesamte Team zurückschlägt. Ich bitte meine Spieler, keine Bruderschaftsmitglieder anzugreifen und alle Spieler zu respektieren. Im Gegenzug behandeln uns andere Mitglieder genauso. Ich versuche, dass wir immer nach einem Ziel streben, damit mein Team etwas hat, auf das es hinarbeiten und sich freuen kann. Außerdem kommunizieren wird ständig miteinander. Spieler gewinnen aus dieser Bruderschaft genau das, was sie selbst investieren.

A.B.: Käpt’n, du bist kein besonders gieriger Pirat! Hast du einige Überfall-Taktiken, die Neulingen helfen können?

J.R.: Überfalle niemals blind. Plane deine Angriffe und mach dich mit deinen Feinden vertraut. Vor Kurzem wagte es ein dummer Spieler, mich an einem Ziel anzugreifen. Dabei verlor er die meisten seiner Einheiten. Ich besuchte daraufhin seinen Hafen und vernichtete, was er unbewacht hinterließ, dann ein Presidio seiner Bruderschaft. Ich kannte das Team, zu dem dieser Spieler gehörte und wusste, dass es sich um eine defensive Bruderschaft handelt – daher war das Risiko für mich gering.

Ein anderer Spieler spionierte mich an einem Ziel aus und überfiel es dann. Ich wartete geduldig ab, um ihn zu vernichten. Später entdeckte ich, dass ca. 4 Millionen seiner Offensiveinheiten vollkommen ungeschützt waren. Was ich sagen will: Plane deine Angriffe, handle niemals aus Wut heraus und lerne deinen Feind kennen. Du magst ein oder zwei Schlachten gewinnen, doch der Krieg geht weiter.

A.B.: Unser Interview ist fast beendet, doch ich habe noch eine Frage. Wenn du eine Sache an Pirates ändern könntest, was wäre das?

J.R.: Man sollte ein Presidio überfallen können, ohne einander den diplomatischen Status „Krieg“ erklärt zu haben. Wenn man ein Presidio überfällt, versteht sich die Kriegserklärung ziemlich von Selbst, und der Eigentümer des Presidios sollte sich entscheiden können, ob er diese annehmen will. Außerdem sollte es einen Defensivbonus von 5 % für Mitglieder eines Teams geben, die ein Presidio in ihrer Gewalt halten, bis zu einem Gesamtbonus von 35 %. Auf diese Weise sind Presidios auch für Spieler lohnenswert, die keine erobern, sondern nur andere Presidios angreifen.

A.B.: Käpt’n James, vielen Dank für diesen unterhaltsamen Abend. Es ist bereits Mitternacht, die beste Zeit, diese schlummernden spanischen Störenfriede anzugreifen! Gute Reise… wir sehen uns auf den Sieben Weltmeeren!

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