VR Technologie - Die VR Geräte der Zukunft

1.6.2017
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Welche neuen Peripheriegeräte bahnen sich für Spiele an? Können sie es schaffen, das Gaming-Erlebnis auf ein neues Level zu bringen? Die virtuelle Realität ist auf dem Vormarsch, wenngleich sie noch nicht ganz bei der breiten Masse ankommen konnte. 

Welche VR-Geräte sich in Entwicklung befinden, wie sich die VR-Technologie weiterentwickelt und was wir als Spieler davon erwarten können, ist heute das Thema. Ebenfalls soll es heute darum gehen, was uns eventuell in der (noch) fernen Zukunft erwarten könnte, welche Sinne in der virtuellen Realität angesprochen werden und wie sich das Spielen von morgen anfühlen wird.

Welche neuen Technologien für diese Geräte zum Einsatz kommen

Die virtuelle Realität beschränkt sich nicht nur auf Brillen oder optische Geräte. Schließlich bedeutet der "VR"-Begriff an sich eigentlich, dass die Wirklichkeit mit ihren physikalischen Eigenschaften innerhalb einer computergenerierten Welt in Echtzeit zum Einsatz kommt.

Die VR Technologie muss also nicht nur unsere Augen ansprechen, sondern kann ebenfalls unsere Bewegungen oder unsere Sprache mit einbeziehen.

Dafür kommen eine ganze Menge Technologien zum Einsatz. Stereoprojektionen, optische Trackingsysteme und "Force Feedback" sind nur eine kleine Auswahl darunter. Mit deren stetiger Weiterentwicklung kann die Virtual Reality künftig noch eindrucksvoller und vielseitiger an den Nutzer/Spieler vermittelt werden. Welche VR-Geräte aus diesen Technologien hervorgehen, besprechen wir gleich noch etwas genauer.

Die VR-Brille, Kinect und andere optische Peripheriegeräte

 VR In Spielen

Sie kam, man sah und sie siegte allerdings nur teilweise. Die virtuelle Realität mit der tragbaren Brille fand bereits vor dem Verkaufsstart des Pionier-Modells von Oculus viele Nachahmer. Der saftige Verkaufspreis tat sein Übriges und schreckte viele vom Kauf ab.

Dennoch ist die VR-Brille ein beeindruckendes VR-Gerät, welches Spiele-Welten ganz anders und hautnah erleben lässt. Der sehr weite Blickwinkel durch die Brille vermittelt dem Träger das Gefühl, als bewege sei er selbst in der virtuellen Welt. Dreht man den Kopf mit der VR-Brille, so blickt man automatisch in der Spiele-Welt umher. Eine tolle Erfindung also, die Gaming eigentlich ganz neu erleben lässt - wenn sie denn nicht immer noch so teuer wäre.

VR-Headsets für Mobileräte sind günstiger aber eben auch weniger leistungsfähig. Alternativen zum starken Oculus Rift sind bspw. HTC Vive und die PS VR, wobei Letztere eben nur mit der PlayStation 4 nutzbar ist.

Oculus Rift kommt samt "Touch"-Kontrollern daher, welche die Steuerung im Spiel durch Joysticks und Tasten ergänzen und Gesten-Steuerung möglich machen. Das HTC Vive bietet inzwischen deutlich mehr Zubehör mit an: Headset, Controller, Basisstation und ein Tracker kann inzwischen mit erworben werden.

Ein weiteres Modell ist die Sulon VR-Brille, die es allerdings nie so wirklich ins Rampenlicht geschafft hat. Andere Hersteller sind bspw. Durovis, Avegant oder Gameface, wobei viele Produkte dieser Firmen nur für den mobilen Markt gedacht sind.

Etwas früher sogar als die VR-Brille, beförderten Geräte wie Kinect die Steuerung von Spielen auf ein neues Level. Durch diese Technologie wurde es erstmals möglich, mit eigenen Bewegungen, insbesondere den Handbewegungen, Spiele zu steuern. Das ließ ganz neue Formen von Spielen zu und veränderte den Spielablauf in vielen Wohnzimmern. Die Wii von Nintendo nutzte ebenfalls eine solche Form der Steuerung. So wurde Tennisspielen, Bowling oder auch Boxen zu einem gänzlich anderen Spielerlebnis, da mit der optischen Steuerung entsprechend richtige Bewegungen erforderlich wurden, anstatt nur das Drücken von Knöpfen.

Die VR-Brille bietet gepaart mit einer derartigen Bewegungssteuerung ideale Voraussetzungen für eine virtuelle Realität, die sich fast ausschließlich mit den Sinnen des menschlichen Körpers und dessen Bewegungen erleben lässt.

Warum Virtual Reality noch nicht ganz bei Gamern angekommen ist

Wenn es derartige VR-Technologien also bereits auf dem Markt gibt, warum sind diese Geräte noch nicht in jedem Wohnzimmer zu finden?

Grund 1 ist der Preis: Mehrere Hundert Euro kostet es bislang noch, um die VR-Geräte nach Hause zu holen. 

Zwar gibt es bereits einige Ausweichprodukte, die günstiger sind, allerdings reicht auch das noch nicht aus, um viele zum Kauf zu bewegen.

 Virtuelle Realität hat sich nicht wirklich erwischt

Das steht auch stark in Verbindung mit Grund 2: Nicht jedes Spiel lässt sich mit diesen Geräten als virtuelle Realität erleben.

Nur neue Spiele, die bereits in der Entwicklung diese Technologie einsetzen, können auch mit VR-Brillen oder anderen VR-Geräten gespielt werden. Die Spiele-Industrie muss also erst noch die VR-Technologie bei der Entwicklung berücksichtigen, damit eine möglichst breite Auswahl an Spielen entsteht. Auch dieser Prozess verläuft natürlich schleppend, weil die VR nicht von heute auf morgen integriert werden kann. Spieleentwickler müssen diese neuen Möglichkeiten erst einmal identifizieren und sinnvoll umsetzen. Mittlerweile gibt es schon einige Spiele mit VR-Technologie, allerdings erscheinen die großen Blockbuster noch immer ohne diese Features.

Grund 3 liegt an den Hardware-Anforderungen, die VR-Brillen und Co. mit sich bringen. Nicht jeder Spieler, insbesondere am PC, hat ein Gerät mit starker Hardware. Wenn also extra aufgerüstet oder gar ein neuer PC für die VR-Geräte gekauft werden muss, steigen die Anschaffungskosten abermals deutlich in die Höhe.

besteht noch ein vierter Grund, warum die Virtual Reality noch nicht bei allen Gamern angekommen ist. Eine Weltneuheit ist zu Beginn immer schwer zu verkaufen - besonders wenn sie erklärungsbedürftig ist.

Es ist ja nicht so, dass man die Geräte einfach einsteckt und alle Spiele spielen kann. Zumindest erscheint das vielen Spielern noch so. Die Skepsis ist also immer noch da, ob die Geräte mit dem eigenen System funktionieren und ob bzw. wie man die VR-Geräte zum Laufen bekommt.

Der nächste Schritt der VR-Technologie

Wir sprachen bereits vorher über VR-Brillen und Bewegungssteuerung in Spielen. Daher blicken wir jetzt noch einmal kurz in die Zukunft der VR-Technologie.

Die Virtuelle Realität spricht ja im besten Fall alle Sinne des Menschen an, um den besten Effekt zu erzielen. Bisher werden mit VR-Brillen die Augen, und mit der Bewegungssteuerung unsere Hände und ein paar Bewegungsabläufe mit einbezogen.

Was wäre die Virtual Reality, wenn unsere gesamten Bewegungen und Sinne zum Einsatz kämen? Cyberith möchte dies mit dem Virtualizer möglich machen. Der Spieler befindet sich bei dieser VR-Technologie in einem Gerüst. Springen, Ducken und Laufen oder sogar Rennen ist auf dieser Vorrichtung möglich. Das Ganze ist im vollen 360 Grad Winkel möglich. Wenn man also auf der Vorrichtung läuft, läuft man auch im Spiel. Durch Sensoren geschieht dies zum Beispiel auch mit einer Spiel-Waffe bei Ego-Shootern, anstatt einem Kontroller. So sind sämtliche Bewegungen, aber auch das Zielen und Abdrücken erforderlich, um das Spiel zu steuern. Eine VR-Brille lässt diesen Apparat noch mehr virtuelle Realität erzeugen.

Die Zukunft von VR

Wird es also schon bald für alle Spieler möglich sein, Spiele gänzlich mit eigenen Körperbewegungen zu spielen und zu erleben. Die Antwort ist "Ja". Natürlich bleibt allerdings erst einmal die Frage offen, zu welchem Preis.

Für die Zukunft wäre es höchst interessant, ob auch andere Sinne des menschlichen Körpers angesprochen werden können. So wäre es beispielsweise faszinierend, wenn Berührungen, Gerüche oder sogar Geschmack in Spielen wahrnehmbar wäre.

Daran wird sogar bereits gearbeitet und zwar unter dem Namen FeelReal. Dieser Entwickler führt zwei Produkte an, nämlich die FeelReal VR und das Nirvana VR. Ohne Kabel und kompatibel mit allen gängigen VR-Brillen, macht das FeelReal VR Wind, Vibrationen, Wassernebel, heiße Luft und vieles mehr spürbar. Daneben gibt es 7 unterschiedliche Gerüche, die das Geräte aussenden kann. Das Nirvana VR ist eine Maske für das komplette Gesicht, was die Wahrnehmung zusätzlich verstärken soll.

Weitere VR-Technologien sind bspw. VR Dome oder VR Cave, welches einen gesamten Raum nutzt, um virtuelle Realität zu erzeugen.

Zusammenfassung

Im Bereich der Virtuellen Realität hat sich in den letzten Jahren sehr viel getan. Die ersten VR-Geräte kamen auf den Markt und ermöglichten erstmals ein ganz anderes Spielgefühl.

 VR zu Hause

Obwohl man schon zu dieser Zeit beinahe an eine Revolution des Gamings dachte, blieb sie dennoch bisher aus. Gründe gibt es viele. Einerseits vor allem im wirtschaftlichen, als auch im psychologischen Bereich.

Viele stehen diesen Technologien noch skeptisch gegenüber, da der Nutzen und die Funktionsweise nicht jedem sofort klar ist. Die VR-Geräte müssen also gezeigt, erklärt und zum Testen angeboten werden, um Gamer davon zu überzeugen.

Hohe Preise tun ihr Übriges, um Spielern den Kauf vorerst unattraktiv erscheinen zu lassen und auch die Spiele-Industrie ist davon betroffen.

Schließlich liegt es auch zu einem großen Teil an deren Akzeptanz, Überzeugung und anschließend der Entwicklung von neuen Spielen für die Virtual Reality. Wenn diese Barrieren erfolgreich durchbrochen werden, steht dieser Entwicklung nichts mehr im Weg. Es ist also eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis sich die VR-Technologie in nahezu allen Wohnzimmern von Spielern wiederfinden lässt.

Was die Augmented Reality (erweiterte Realität) noch ermöglichen wird, kann bereits jetzt im Internet entdeckt werden. Die HoloLens von Microsoft ist für die meisten kaum erschwinglich, da es hierbei um mehrere tausend Euro geht.

Allerdings befindet sich auch diese Technologie auf dem Vormarsch und wird früher oder später für die breite Masse gedacht sein.