Kriegsspiele und warum wir kämpfen

17.11.2016
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Krieg, wozu ist das eigentlich gut? Ehrlich gesagt nicht für viel, außer dass er eines der häufigsten Szenarios für MMO-Spiele ist. Von Ritten und Schwertern auf Schlachtfeldern zu Soldanten mit Kugeln und Raketen in der modernen Kriegsführung bis zu den letzten Menschen, welche in der postapokalyptischen Zukunft gegen radioaktive Mutanten kämpfen – Krieg ist in MMOs allgegenwärtig.

Sehen wir uns also einige der beliebtesten, interessantesten und herausforderndsten Szenarios für MMO-Kriegsspiele an, welche in der Vergangenheit genutzt wurden oder welche wir umgehend erkunden sollten.

Antike

MMOs berufen sich auf zahlreiche verschiedene Kriege aus der Geschichte der Menschheit, von den persisch-griechischen Kriegen im alten Griechenland über die brutalen Plünderungen der Wikinger in Nordeuropa bis zu den Kreuzrittern und anderen Konflikten des Mittelalters. Ganz unabhängig von Fantasy-Spielen, die an reale historische Epochen und Ereignisse angelehnt sind. Selbst mit den hunderten von MMO-Kriegsspielen, die es bereits gibt, gibt es noch eine Menge unergründetes Territorium, von der Zeit von Alexander dem Großen bis zum amerikanischen Bürgerkrieg.

2. Weltkrieg

Der 2. Weltkrieg wurde an mehreren Fronten gekämpft. Da jeden Tag zahlreiche Schlachten stattfanden, ist es kein Wunder, dass er das Thema so vieler Spiele ist. Es gibt kein Genre, dass dieses Szenario nicht irgendwann erkundet, von den beliebten Ego-Shootern bis zu Spionagespielen und strategischen Kriegsspielen. Die große Auswahl an Spielen zum 2. Weltkrieg lässt einige glauben, dass dieses Szenarios zu Tode ausgereizt wurde, doch mit einem solch komplexen Konflikt gibt es immer noch mehr zu sehen und zu erleben.

Der Kalte Krieg

Der Kalte Krieg gehört zu den längsten Kriegen, welche die Welt erlebt hat, und er gehört zweifellos zu einem der interessantesten. Da zwischen den beiden Seiten kein großflächiger Kampfkonflikt ausgetragen wurde, mag man vielleicht glauben, dass es dabei für Gamer nicht viel zu tun gibt, aber damit liegt man total daneben. Die politischen und militärischen Spannungen sind das perfekte Szenario für ein Online-Strategiespiel. Spionage, geheime Verträge und Stellvertreterkriege sind die Grundlage für zugbasierte Strategiespiele.

Das moderne Schlachtfeld

In den letzten Jahren haben wir erlebt, wie sich die Trends veränderten. Spiele wechselten vom 2. Weltkrieg zu den modernen Schlachtfeldern. Dabei verzichten die meisten Spiele darauf, sich auf einen bestimmten Konflikt zu beziehen. Die Spiele, die versuchten, sich auf aktuelles Zeitgeschehen zu beziehen, bekamen schnell Schwierigkeiten. Dennoch sind moderne Szenarios sehr beliebt. Sie bieten Spielern mehr vernichtende Werkzeuge und damit mehr Macht. Soldiers Inc. ist ein gutes Beispiel, da es einen fiktiven Krieg in einem fiktiven Land spielt, aber dabei auf moderner Kriegsführung basiert.

Kriege der Zukunft

Die Menschheit sieht immer in Richtung Zukunft, auch wenn es um Krieg geht. Futuristische Spiele sind nur selten optimistisch. Total Domination zum Beispiel spielt in einer postapokalyptischen Erde, die durch nukleare Kriege vernichtet wurde. Die Menschheit kämpft jedoch noch immer gegen Bedrohungen von innen und außen. Je weiter man in die Zukunft reist, desto kreativer kann man sein. Verbesserte und genetisch modifizierte Menschen, Aliens, Mutanten – der Vorstellungskraft sind keine Grenzen gesetzt, außer vielleicht durch die grundlegenden Gesetze der Physik. Vielleicht. Natürlich kann die Zukunft allerlei vernichtende, aber zugegeben coolere Waffen bieten.

Es ist klar, dass Krieg in heutigen MMOs und Videospielen allgemein eine große Rolle spielt. Dieser Trend wird sich in Kürze auch nicht ändern. Konflikt ist ein grundlegender Aspekt des menschlichen Lebens, und im Leben dreht sich alles darum, seine Gegner zu schlagen. Wenn man dies mit der Machtfantasie kombiniert, Truppen im Krieg zu kommandieren, ist leicht verständlich, warum Kriege – in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft – Spieler überall faszinieren.